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Aktuelles zur Bädersituation

Auf dieser Seite finden Sie ausführliche Informationen rund um die Bädersituation in Niederkrüchten.

Wie kam es zur jetzigen Situation der Bäder in Niederkrüchten?

2018 hat der Rat der Gemeinde Niederkrüchten beschlossen, das 1967 eröffnete Freibad im Ortsteil Niederkrüchten aufgrund baulicher Mängel und überalteter Technik für die Folgesaison zu schließen. Seither wurde das Freibad nicht mehr geöffnet. Im gleichen Jahr wurden durch einen Gutachter auch am Hallenbad in Elmpt Mängel festgestellt. Notwendige Investitionen in beide Bäder sind bereits vor den Schließungen seit vielen Jahren nicht erfolgt. Im Juni 2022 musste auch das Hallenbad in Elmpt wegen fortschreitender Betonkorrosionsschäden geschlossen werden.

Seit März 2019 arbeitet eine Bäderkommission an der Planung eines interkommunalen Bades der Gemeinden Niederkrüchten und Brüggen am Standort der ehemaligen Ziegelei Brimges in Niederkrüchten. Ein Grund für die Idee eines gemeinsamen Bades zweier Gemeinden ist die vergleichbare Situation der Bäder in Brüggen und Niederkrüchten. Auch in Brüggen sollen Pflichtangebote wie das Schulschwimmen langfristig gesichert und gleichzeitig ein attraktives Freizeitangebot geschaffen werden.

 

Informationen mit Blick auf den Bürgerentscheid am 21. August 2022

Am 21. August 2022 fand in der Gemeinde Niederkrüchten ein Bürgerentscheid zur Frage "Soll der Ratsbeschluss vom 9.11.2021 aufgehoben und das Freibad am bisherigen Standort (Am Kamp) saniert werden?" statt.

Insbesondere in den sozialen Medien wurde viel über die möglichen Auswirkungen des Bürgerentscheids diskutiert. Hierbei ist anzumerken, dass beim Bürgerentscheid am 21. August 2022 ausschließlich über die v. g. Fragestellung entschieden wurde. Über einen etwaigen Hallenbadbau am Standort des Freibads wurde nicht abgestimmt. Auch waren die Planungen für ein interkommunales Bad am Standort "Brimges-Gelände", gemeinsam mit der Gemeinde Brüggen, nicht Inhalt des Bürgerentscheids.

Der Bürgerentscheid in Gesamtzusammenhang der bisherigen Planungen zur Bäderlandschaft

Im Laufe der vergangenen Monate gab es verschiedene Anläufe zu unterschiedlichen Bürgerbegehren, die einen Bürgerentscheid zum Ziel hatten. Unter anderem wurden in einem Bürgerbegehren hier auch der Bau eines Hallenbads neben dem Freibad sowie die Rücknahme des Ratsbeschlusses für das interkommunale Bad thematisiert. Dieses Vorhaben mündete nicht in einem Bürgerentscheid. Der Bürgerentscheid am 21. August 2022 bezog sich somit einzig auf die Frage "Soll der Ratsbeschluss vom 9.11.2021 aufgehoben und das Freibad am bisherigen Standort (Am Kamp) saniert werden?".

Der Stand zu diesem Vorhaben stellte sich wie folgt dar (Wortlaut der entsprechenden Ratsvorlage):

  • Der Rat der Gemeinde Niederkrüchten hat in seiner Sitzung am 9. November 2021 beschlossen, am Standort „Brimges-Gelände“ an der Brüggener Straße mit der Burggemeinde Brüggen ein interkommunales Hallenbad auf der Grundlage der von dem Architekturbüro Neugebauer konkretisierten Planung zu errichten und entsprechende vertragliche Grundlagen hinsichtlich Planung, Bau und Betrieb mit der Gemeinde Brüggen zu vereinbaren.
  • Ebenso hat der Rat der Burggemeinde Brüggen in seiner Sitzung am 16. Dezember 2021 beschlossen, die Planung zur Errichtung eines interkommunalen Bades mit der Gemeinde Niederkrüchten auf der Grundlage der [durch den Architekten Neugebauer] vorgelegten Planung am Standort „Brimges-Gelände“ weiter voranzutreiben und entsprechende vertragliche Grundlagen hinsichtlich Planung, Bau und Betrieb mit der Gemeinde Niederkrüchten zu vereinbaren.
Wirtschaftlichkeitsvergleich einer Sanierung des Freibades sowie des Baus eines interkommunalen Bades
  • Die Netto-Investitionskosten für die Sanierung des Freibades (ohne Hallenbad) betragen 5.877.000 EUR.
  • Eine aktuelle Kostenschätzung für den Bau eines interkommunalen Bades beläuft sich auf 12.320.000 EUR (ebenfalls netto). Der auf Niederkrüchten entfallende hälftige Anteil an den Investitionskosten für das interkommunale Bad beträgt somit 6.160.000 EUR.
  • Eine Wirtschaftflichkeitsbetrachtung* zum Freibad finden Sie HIER.
  • Eine Wirtschaftflichkeitsbetrachtung** zum interkommunalen Bad finden Sie HIER.

*Die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung "Freibad" beinhaltet ausschließlich die Kosten eines saisonalen Freibadbetriebes; im Gegensatz hierzu basiert die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung des "interkommunalen Bades" auf einem ganzjährigen Badebetrieb. 

**Die Kosten für den Abriss und  für evtl. anfallende Altlastenbeseitigung können derzeit noch nicht beziffert werden. Somit sind diese Beträge in den Investitionskosten noch nicht enthalten. Da es sich bei dem Standort „Brimges-Gelände“ jedoch um eine Industriebrache handelt, stellt das Land NRW für deren Beseitigung eine hohe Förderung in Aussicht. Das veröffentlichte städtebauliche Konzept für das „Brimges-Gelände“ war zu einer Abstimmung mit der Bezirksregierung zwingend notwendig. Es weist sowohl die geografische Lage eines interkommunalen Bades mit Außenbecken und Freiflächen als auch einer möglichen neuen Rettungswache des Kreises Viersen aus. Daneben sind in dieser Vorplanung auch Flächen für eine optionale Nutzung durch Dritte (Gastronomie und Beherbergung, Fussballfeld) dargestellt. Die notwendigen Infrastrukturkosten, die zum Teil auch gefördert werden, sind anteilig von allen Eigentümern zu übernehmen. Das städtebauliche Konzept finden Sie HIER.

 

Ergebnis des Bürgerentscheids
Das Ergebnis des Bürgerentscheids vom 21. August 2022 finden SieHIER

 

Ältere Informationen zu den bisherigen Planungen

Fragen und Antworten zur aktuellen Diskussion rund um die Bäderlandschaft, Stand 16. März 2021

Vorlage "Planung der Bäderlandschaft" für den Rat am 16. März 2021

Pressemitteilung vom 03. September 2020: Interkommunale Bäderkommission berät über alternativen Entwurf

Machbarkeitsstudie und Wirtschaftlichkeitsprognose Interkommunales Bad

Übersicht der politischen Beschlussfassungen zur Bädersituation

Auszug zu Top 2 der Sitzung des Rates vom 11.12.2019 - Zukunftsplanung der Bäderlandschaft

Förderprogramm Sanierung kommunaler Einrichtungen

Presseartikel vom 23. März 2019 - Interkommunale Bäderkommission legt los

Präsentation Sanierung Freibad mit Errichtung Hallenbad

Wirtschaftlichkeitsbetrachtung zur Planungsstudie Sanierung Freibad mit Errichtung Hallenbad