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Informationen für die Wirtschaft

Die Corona-Pandemie hat weitreichende Auswirkungen auf Unternehmen und Betriebe. Nachstehend finden Sie eine Übersicht verfügbarer Unterstützungsangebote sowie Kontakte, die helfen können, die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie abzufedern.

 

Kurzarbeitergeld

Durch die Corona-Krise bedingte Auftragsrückgänge können durch die Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld abgefedert werden. Unternehmen müssen zur Inanspruchnahme des Kurzarbeitergeldes Kontakt zur Agentur für Arbeit aufnehmen. Die Hotline für Arbeitgeber erreichen Sie unter 0800-45555 20. Weitere Informationen finden Sie HIER.

Wer kann die Hilfe in Anspruch nehmen?

  • Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer

Welche Leistungen beinhaltet das Kurzarbeitergeld?

  • Entgelt-Ersatzleistung
  • 60% des Nettolohns, 67% ab einem Kind

Am 16. September hat das Bundeskabinett die Verlängerung des Kurzarbeitergeldes beschlossen.

Dies bringt die folgenden Anpassungen mit sich:

  • Die Bezugszeit für das Kurzarbeitergeld wurde von 12 auf 24 Monate verlängert. Dies gilt für alle Betriebe mit Beginn der Kurzarbeit bis 31. Dezember 2020.
  • Die bereits beschlossene Aufstockung des Kurzarbeitergeldes aufgrund der Corona-Krise wird verlängert. Statt wie üblich 60% des letzten Nettolohns (bzw. 67% bei Eltern mit Kindern) steigen die Bezüge ab dem vierten Monat auf 70% (bzw. 77%) sowie ab dem siebten Monat auf 80% (bzw. 87%). Die angepassten Sätze gelten nun bis Ende 2021.
  • Auch der erleichterte Zugang zum Kurzarbeitergeld für die Unternehmen wird bis Ende 2021 verlängert. Dieser beinhaltet die Möglichkeit, Kurzarbeit anzumelden, wenn mindestens 10% der Beschäftigten im Unternehmen von einem Arbeitsausfall von über 10% betroffen sind. Auf den Aufbau von negativen Arbeitszeitsalden vor Zahlung des Kurzarbeitergeldes wird vollständig verzichtet.

Informationen und Antrag finden Sie HIER.

 

Bundespogramm "Ausbildungsplätze sichern"

Das Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern" wird verlängert. Ziel des Programms ist es, Unternehmen in der aktuellen Pandemie dabei zu unterstützen, bestehende Ausbildungsverhältnisse fortzusetzen und neue anzubahnen. Dabei erhielten kleine und mittlere Unternehmen Zuschüsse für den Erhalt des bisherigen bzw. die Erhöhung des Ausbildungsviveaus. Hinzu kamen Zuschüsse zur Ausbildungsvergütung, um Kurzarbeit zu verhindern und Übernahmeprämien bei Insolvenz des ursprünglichen Ausbildungsbetriebes.

Die im März 2021 veröffentlichte zweite Phase des Programms beinhaltet

  • die Verlängerung dieser Ausbildungsprämien für das Frühjahr 2021. Für Ausbildungen, die ab dem 1. Juni 2021 beginnen wird eine neue, höhere Fördersystematik in Kraft gesetzt, bei der sich die Ausbildungsprämien (von derzeit 2.000 bzw. 3.000 Euro) auf 4.000 bzw. 6.000 Euro verdoppeln. Außerdem können Unternehmen bis zu einer Größe von 499 Mitarbeiter*innen (bisher 249) diese in Anspruch nehmen.
  • Die Zuschüsse zur Vermeidung von Kurzarbeit werden bis Ende 2021 verlängert. Dabei wird künftig zusätzlich die Hälfte der Brutto-Vergütung des Ausbilders (gedeckelt auf 4.000 Euro, zuzüglich 20 Prozent Sozialversicherungspauschale) übernommen. Auch hier folgt eine Erweiterung der Unternehmensgröße auf kleine und mittlere Unternehmen mit bis zu 499 Mitarbeiter*innen.
  • Für Kleinstunternehmen mit maximal vier Mitarbeitern wird darüber hinaus ein „Lockdown II-Sonderzuschuss" eingeführt. Dieser beinhaltet einen einmaligen Zuschuss i.H.v. 1.000 Euro je Auszubildenden, wenn die Geschäftstätigkeit aufgrund coronabedingter behördlicher Anordnung eingestellt oder nur in geringem Umfang (zum Beispiel in Hotels: Geschäftsreisende; in der Gastronomie: Außerhausverkauf) weitergeführt werden konnte, die Ausbildung aber gleichwohl an mindestens 30 Tagen fortgesetzt wurde.
  • Die bisherige Übernahmeprämie wird bis Ende 2021 verlängert und auf 6.000 Euro angehoben. Außer bei Insolvenz wird auch eine Förderung möglich sein, wenn eine Kündigung durch den Ausbildungsbetrieb erfolgt ist oder droht, weil diesem die Fortführung der Ausbildung in Folge der Corona-Krise bis zum Ende nicht mehr möglich oder zumutbar ist.

Für Anträge auf die genannten Förderleistungen ist die Bundesagentur für Arbeit zuständig. Weitere Informationen sowie das dazugehörige Antragsformular finden Sie HIER.

 

Coronahilfen von Bund und Land

Übersicht Coronahilfen

Außerordentliche Wirtschaftshilfe November & Dezember 2020

Die außerordentliche Wirtschaftshilfe für die Monate November und Dezember 2020 soll eine weitere zentrale Unterstützung für Unternehmen, Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen, die von den aktuellen Corona-Einschränkungen besonders betroffen sind, bieten.

Rahmenbedingungen:

  1. Antragsberechtigung: Antragsberechtigt sind direkt von den temporären Schließungen betroffene Unternehmen, Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen und indirekt betroffene Unternehmen nach folgender Maßgabe:
    Direkt betroffene Unternehmen: Alle Unternehmen (auch öffentliche), Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen, die auf der Grundlage des Beschlusses des Bundes und der Länder vom 28. Oktober 2020 erlassenen Schließungsverordnungen der Länder den Geschäftsbetrieb einstellen mussten. Hotels zählen als direkt betroffene Unternehmen.
    Indirekt Betroffene Unternehmen: Alle Unternehmen, die nachweislich und regelmäßig 80 Prozent ihrer Umsätze mit direkt von den Schließungsmaßnahmen betroffenen Unternehmen erzielen.
    Verbundene Unternehmen - also Unternehmen mit mehreren Tochterunternehmen oder Betriebstätten - sind dann antragsberechtigt, wenn mehr als 80 Prozent des verbundweiten Gesamtumsatzes auf direkt oder indirekt betroffene Verbundunternehmen entfällt. Erstattet werden bis zu 75 Prozent des Umsatzes der betroffenen Verbundunternehmen. Dies betrifft etwa eine Holdinggesellschaft, die sowohl Restaurants (geschlossen) und Einzelhandelsunternehmen (weiter geöffnet) hält - hier wird die Nothilfe gezahlt, wenn die Restaurants zu mehr als 80 Prozent des Umsatzes der Holdinggesellschaft beitragen.
  2. Welche Förderung gibt es? Mit der November- und Dezemberhilfe werden Zuschüsse pro Woche der Schließungen in Höhe von 75 Prozent des durchschnittlichen wöchentlichen Umsatzes im Vorjahresmonat gewährt bis zu einer Obergrenze von 1 Mio. Euro, soweit der bestehende beihilferechtliche Spielraum des Unternehmens das zulässt (Kleinbeihilfenregelung der EU).
    Zuschüsse über 1 Millionen Euro bedürfen für die November- und Dezemberhilfe noch der Notifizierung und Genehmigung der EU-Kommission. Die Bundesregierung ist derzeit in intensiven Gesprächen mit der Europäischen Kommission, um eine solche Genehmigung für höhere Zuschüsse zu erreichen.
    Soloselbstständige können als Vergleichsumsatz alternativ zum wöchentlichen Umsatz im Vorjahresmonat den durchschnittlichen Wochenumsatz im Jahre 2019 zugrunde legen. Bei Antragsberechtigten, die nach dem 31. Oktober 2019 ihre Geschäftstätigkeit aufgenommen haben, kann als Vergleichsumsatz der durchschnittliche Wochenumsatz im Oktober 2020 oder der durchschnittliche Wochenumsatz seit Gründung gewählt werden.
  3. Anrechnung erhaltener Leistungen: Andere staatliche Leistungen, die für den Förderzeitraum November oder Dezember 2020 gezahlt werden, werden angerechnet. Das gilt vor allem für Leistungen wie Überbrückungshilfe oder Kurzarbeitergeld.
  4. Anrechnung von erzielten Umsätzen im Monat November & Dezember: Wenn im November bzw. Dezember trotz der grundsätzlichen Schließung Umsätze erzielt werden, so werden diese bis zu einer Höhe von 25 Prozent des Vergleichsumsatzes nicht angerechnet. Um eine Überförderung von mehr als 100 Prozent des Vergleichs-Umsatzes zu vermeiden, erfolgt bei darüberhinausgehenden Umsätzen eine entsprechende Anrechnung.
    Für Restaurants gilt eine Sonderregelung, wenn sie Speisen im Außerhausverkauf anbieten. Hier wird die Umsatzerstattung auf 75 Prozent der Umsätze im Vergleichszeitraum 2019 auf diejenigen Umsätze begrenzt, die dem vollen Mehrwertsteuersatz unterliegen, also die im Restaurant verzehrten Speisen. Damit werden die Umsätze des Außerhausverkaufs - für die der reduzierte Mehrwertsteuersatz gilt - herausgerechnet. Im Gegenzug werden diese Umsätze des Außerhausverkaufs während der Schließungen von der Umsatzanrechnung ausgenommen, um eine Ausweitung dieses Geschäfts zu begünstigen. Beispiel: Eine Pizzeria hatte im November 2019 8.000 Euro Umsatz durch Verzehr im Restaurant und 2.000 Euro durch Außerhausverkauf. Sie erhält daher 6.000 Euro Novemberhilfe (75 Prozent von 8.000 Euro), d. h. zunächst etwas weniger als andere Branchen (75 Prozent des Vergleichsumsatzes). Dafür kann die Pizzeria im November & Dezember 2020 deutlich mehr als die allgemein zulässigen 2.500 Euro (25 Prozent von 10.000 Euro) an Umsatz mit Lieferdiensten erzielen, ohne dass eine Kürzung der Förderung erfolgt.
  5. Antragstellung: Die Anträge können seit dem 25. November über die bundeseinheitliche IT-Plattform der Überbrückungshilfe gestellt werden. Die elektronische Antragstellung muss hierbei durch einen Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer erfolgen. Die Auszahlung soll über die Überbrückungshilfe-Plattform durch die Länder erfolgen.

Für Soloselbständige, die nicht mehr als 5.000 Euro Förderung beantragen, entfällt die Pflicht zur Antragstellung über einen prüfenden Dritten.

 

"Überbrückungshilfe" & "NRW Überbrückungshilfe Plus"

Unternehmen, deren Umsätze coronabedingt im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen sind, werden von Bund und Land mit der sog. "Überbrückungshilfe" unterstützt. Durch entsprechende Zuschüsse für die Monate Juni bis August (Phase 1) sowie September bis Dezember (Phase 2) und für 2021 (Phase 3) können Umsatzausfälle ausgeglichen und Fixkosten gedeckt werden.

Diese gemeinsame Hilfe von Land und Bund erweitert das Land Nordrhein-Westfalen um ein Zusatzprogramm für den Unternehmerlohn, die sog. "NRW Überbrückungshilfe Plus". Freiberufler und Soloselbständige erhalten für maximal drei Monate eine einmalige Zahlung i.H.v. 1.000 Euro pro Monat.

Überbrückungshilfe

Die Antragstellung für die "Überbrückungshilfe" und das Zusatzprogramm „NRW Überbrückungshilfe Plus" erfolgt über einen vom Antragsteller beauftragten Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigten Buchprüfer. Die Bundesregierung stellt hierfür ein bundeseinheitliches Antragsportal zur Verfügung. Informationen zu den Programmen finden Sie HIER (Phase 1) und HIER (Phase 2).

Überbrückungshilfe Phase 3 (Update 13. Dezember 2020)

Die Überbrückungshilfe II wird als Überbrückungshilfe III bis Ende Juni 2021 verlängert und erweitert:

Für die von den zusätzlichen Schließungen erfassten Unternehmen werden Zuschüsse zu den Fixkosten gezahlt. Antragsberechtigt sind Unternehmen, Soloselbständige und selbständige Angehörige der freien Berufe mit einem Jahresumsatz von bis zu 500 Mio. Euro. Die Überbrückungshilfe III sieht eine anteilige Erstattung der betrieblichen Fixkosten vor. Der Erstattungsbetrag beträgt in der Regel 200.000 Euro, in besonderen Fällen bis zu 500.000 Euro.

Erstattungsfähig sind Fixkosten entsprechend des Kostenkatalogs der Überbrückungshilfe III – insbesondere Mieten und Pachten, Finanzierungskosten, Abschreibungen bis zu einer Höhe von 50 Prozent sowie weitere laufende betriebliche Fixkosten. Die Erstattung der Fixkosten erfolgt in Abhängigkeit vom Umsatzrückgang während des betreffenden Kalendermonats, typischerweise im Vergleich zum entsprechenden Monat im Jahr 2019:

  • Bei Umsatzrückgängen zwischen 30 und 50 Prozent werden 40 Prozent der Fixkosten erstattet,
  • bei Umsatzrückgängen zwischen 50 und 70 Prozent werden 60 Prozent der Fixkosten erstattet und
  • bei Umsatzrückgängen von mehr als 70 Prozent werden 90 Prozent der Fixkosten erstattet.
  • Beträgt der Umsatzrückgang weniger als 30 Prozent, erfolgt keine Erstattung.

Allgemein antragsberechtigte Unternehmen
Unternehmen, die von April bis Dezember 2020 einen Umsatzrückgang von entweder 50 Prozent an zwei aufeinanderfolgenden Monaten oder von 30 Prozent im Gesamtzeitraum April bis Dezember 2020 im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum 2019 zu verzeichnen hatten, sind grundsätzlich im gesamten ersten Halbjahr 2021 antragsberechtigt. Die prozentuale Erstattung der Fixkosten für den Förderzeitraum ist abhängig vom konkreten Umsatzrückgang im betreffenden Monat 2021 (40 bis 90 Prozent, siehe oben). Es gilt die übliche Obergrenze von 200.000 Euro pro Monat.

Neu geschlossene Unternehmen im Dezember 2020 (insb. Einzelhandel)
Die Überbrückungshilfe III steht im Dezember 2020 für die Unternehmen zur Verfügung, die auf Grundlage der Coronaschutzverordnung vom 16.12.2020 im Dezember zusätzlich geschlossen werden. Der Kreis der antragsberechtigten Unternehmen umfasst sowohl die direkt geschlossenen Unternehmen wie auch diejenigen Unternehmen mit einem sehr starken Geschäftsbezug zu den direkt geschlossenen Unternehmen (indirekt Betroffene). Für diese Unternehmen gilt ein Förderhöchstbetrag von 500.000 Euro pro Monat. Es sollen Abschlagszahlungen entsprechend der Regelungen der außerordentlichen Wirtschaftshilfen (maximal 50.000 Euro) ermöglicht werden.

Geschlossene Unternehmen in 2021
Die Überbrückungshilfe III steht für den Zeitraum der Schließungen im ersten Halbjahr 2021 für diejenigen Unternehmen in den Monaten zur Verfügung, in denen sie auch im Jahr 2021 im betreffenden Monat geschlossen bleiben (bzw. indirekt von den Schließungen betroffen sind). Der Kreis der antragsberechtigten Unternehmen entspricht ebenso wie die Förderhöchstsummen den unter o.g. Konstellationen (Förderhöchstbetrag 500.000 Euro pro Monat). Es sollen Abschlagszahlungen vorgesehen werden.

Nicht geschlossene Unternehmen mit Umsatzrückgängen
Antragsberechtigt für die Überbrückungshilfe III sind schließlich diejenigen Unternehmen, die zwar nicht geschlossen und im engeren Sinne direkt oder indirekt betroffen sind, aber dennoch besonders hohe Umsatzrückgänge während der Zeit der Schließungsanordnungen zu verzeichnen haben. So sieht die Überbrückungshilfe III für November und Dezember 2020 vor, dass Unternehmen für diese beiden Monate antragsberechtigt sind, die einen Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahresumsatz von 40 Prozent aufweisen. Diese Regelung wurde auch für das erste Halbjahr 2021 verlängert, so dass Unternehmen anspruchsberechtigt sind, deren Umsatz im Vergleich zum Umsatz des Vergleichsmonats des Jahres 2019 um 40 Prozent zurückgegangen ist. Ihnen steht dann die Überbrückungshilfe III für den Schließungsmonat zu. Hier liegt die Obergrenze für die Fixkostenerstattung bei den in der Überbrückungshilfe III üblichen 200.000 Euro pro Monat.

Neustarthilfe für Soloselbständige:

  • Zum Überbrückungseld III gehört auch die sogenannte "Neustarthilfe für Soloselbständige". Damit soll der besonderen Situation von Soloselbständigen, insbesondere Künstlerinnen und Künstlern und Kulturschaffenden Rechnung getragen werden. Zu den zu berücksichtigenden Kosten soll für diese Gruppe künftig eine einmalige Betriebskostenpauschale von 25 Prozent des Umsatzes im Vergleichszeitraum zählen.
  • Betroffene, die ihre selbständige Tätigkeit nach dem 1.10.2019 begonnen haben und daher keine Jahresumsätze für 2019 vorweisen können, können als Referenzmonatsumsatz entweder den durchschnittlichen Monatsumsatz der beiden Vorkrisenmonate Januar und Februar 2020 oder den durchschnittlichen Monatsumsatz des 3. Quartals 2020 (1.7. bis 30.9.2020) wählen.
  • Die Neustarthilfe beträgt einmalig bis zu 5.000 EUR und deckt den Zeitraum bis Juni 2021 ab. Sie ist nicht zurückzuzahlen und aufgrund ihrer Zweckbindung nicht auf Leistungen der Grundsicherung u. ä. anzurechnen.
  • Antragsberechtigt sind Soloselbständige, die ansonsten im Rahmen der Überbrückungshilfen III keine Fixkosten geltend machen bzw. geltend machen können und die ihr Einkommen im Referenzzeitraum (im Normalfall das Jahr 2019) zu mindestens 51 Prozent aus selbstständiger Tätigkeit erzielt haben.
  • Die volle Betriebskostenpauschale wird gewährt, wenn der Umsatz der oder des Soloselbstständigen während der siebenmonatigen Laufzeit Dezember 2020 bis Juni 2021 im Vergleich zu einem 7-monatigen Referenzumsatz 2019 um mehr als 50 Prozent zurückgegangen ist.

Auszahlung der Neustarthilfe:

  • Die Neustarthilfe soll als Vorschuss ausgezahlt werden, auch wenn die konkreten Umsatzeinbußen während der Laufzeit Dezember 2020 bis Juni 2021 bei Antragstellung noch nicht feststehen. Sollte der Umsatz während der Laufzeit anders als zunächst erwartet bei über 50 Prozent des 7-monatigen Referenzumsatzes liegen, sind die Vorschusszahlungen anteilig zurückzuzahlen.
  • Bei einem Umsatz von 50 bis 70 Prozent ist ein Viertel der Neustarthilfe zurückzuzahlen, bei einem Umsatz zwischen 70 und 80 Prozent die Hälfte und bei einem Umsatz zwischen 80 und 90 Prozent drei Viertel. Liegt der erzielte Umsatz oberhalb von 90 Prozent, so ist die Neustarthilfe vollständig zurückzuzahlen. Wenn die so errechnete Rückzahlung unterhalb eines Bagatellbetrags von 500 EUR liegt, ist keine Rückzahlung erforderlich.
  • Die Begünstigten müssen nach Ablauf des Förderzeitraums eine Endabrechnung durch Selbstprüfung erstellen. Im Rahmen dieser Selbstprüfung sind etwaige Einkünfte aus abhängiger Beschäftigung zu den Umsätzen aus selbstständiger Tätigkeit zu addieren. Der Bewilligungsstelle sind anfallende Rückzahlungen bis zum 31.12.2021 unaufgefordert mitzuteilen und zu überweisen. Zur Bekämpfung von Subventionsbetrug finden Nachprüfungen statt.

Details zur Antragstellung:

Aufgrund der nötigen technischen Programmierungen und der Abstimmungen mit den Ländern und der EU-Kommission können die Anträge einige Wochen nach Programmstart im neuen Jahr gestellt werden. Die Details zur Antragstellung werden vermutlich in den nächsten Wochen feststehen.

Das Bundesfinanzministerium informiert HIER über die Überbrückungshilfe.

FAQ zu den Überbrückungshilfen finden Sie HIER.

 

 

Angebote der KfW-Bank zur Liquiditätssicherung

Auf Grundlage des Maßnahmenpaketes der Bundesregierung zur Unterstützung der Wirtschaft in der Corona-Krise, hat die KfW die kurzfristige Liquiditätsversorgung von Unternehmen übernommen.

Wer kann die Hilfen in Anspruch nehmen?

  • Gewerbliche Unternehmen
  • Freie Berufe
  • Existenzgründer
  • sofern diese bis zum 31.12.2019 nicht in Schwierigkeiten waren.

Welche Kredite sind derzeit verfügbar?

Die Programme können über Ihre Hausbank und/oder Ihren Finanzierungspartner in Anspruch genommen werden.

 

KfW-Schnellkredit für den Mittelstand

Für Anschaffungen (Investitionen) und laufende Kosten (Betriebsmittel) können mittelständische Unternehmen bald den neuen KfW-Schnellkredit beantragen. Der Kredit wird zu 100 % abgesichert durch eine Garantie des Bundes. Das erhöht Ihre Chance deutlich, eine Kreditzusage zu erhalten.

Wer kann den Schnellkredit in Anspruch nehmen?

  • Unternehmen mit 11 bis 249 Mitarbeitern, die mindestens seit Januar 2019 am Markt sind
    • Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten erhalten max. 500.000 Euro
    • Unternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten erhalten max. 800.000 Euro

Was beinhaltet der Schnellkredit?

  • Förderkredit für Anschaffungen und laufende Kosten
  • Max. Kreditbetrag: bis zu 3 Monatsumsätze des Jahres 2019
    • Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten erhalten max. 500.000 Euro
    • Unternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten erhalten max. 800.000 Euro
  • Zinssatz von aktuell 3,00 % p.a.
  • Bis zu 10 Jahre Laufzeit
  • 100 % Risikoübernahme durch die KfW
  • keine Risikoprüfung durch Ihre Bank
  • Voraussetzung: Sie haben zuletzt einen Gewinn erwirtschaftet – entweder 2019 oder im Durchschnitt der letzten 3 Jahre

Der Kredit kann seit dem 9. April beantragt werden. Weitere Informationen zum KfW-Schnellkredit finden Sie HIER.

 

Hilfen für Selbstständige, Künstler & Kreativwirtschaft

Durch die Einschränkungen im Rahmen der Corona-Krise und die Absagen zahlreicher Veranstaltungen sind auch viele Selbständige, Künstler und die gesamte Kreativwirtschaft massiv wirtschaftlich von der Corona-Krise betroffen. Freischaffende, professionelle Künstlerinnen und Künstler, die durch die Absage von Engagements in finanzielle Engpässe geraten, können eine existenzsichernde Einmalzahlung in Höhe von bis zu 2.000 Euro erhalten. Die Soforthilfe kann mittels eines einfachen Formulars bei den zuständigen Bezirksregierungen beantragt werden. Die Mittel müssen später nicht zurückgezahlt werden.

Wer kann die Hilfe in Anspruch nehmen?

  • Beitragszahler der Künstler Sozialkasse

Was beinhalten die Zuschüsse?

  • Einmaliger Zuschuss von bis zu 2.000 Euro

Die Beantragung erfolgt mittels Antragsformular. MEHR

Fragen und Antworten zur Soforthilfe finden Sie HIER.

Das Netzwerk Creative.NRW hat auf einer Seite wichtige Informationen für sie zusammengefasst. Neben einigen Unterstützungsangeboten, die für verschiedene Branchen in Frage kommen, informiert die Seite auch zu Ausfallhonoraren, der Grundsicherung für Selbständige, Soforthilfen und der Zahlung von Beiträgen für die Künstlersozialkasse. Die Seite von Creative.NRW finden Sie HIER.

 

Steuererleichterungen

Stundung und Senken von Steuervorauszahlungen

Zur Sicherung der Liquidität können Steuerzahlungen derzeit vereinfacht gestundet und Vorauszahlungen gesenkt werden.

Wer kann die Erleichterung in Anspruch nehmen?

  • Steuerpflichtige, von der Krise betroffene Unternehmen

Was beinhaltet die Förderung?

  • Zinslose Stundung fälliger Steuern (Einkommen-/Körperschafts- & Umsatzsteuer)
  • Absenkung der Steuervorauszahlungen bei Einkommen- und Körperschaftsteuer sowie Gewerbesteuer
  • Verzicht der Finanzämter auf Vollstreckungsmaßnahmen und Säumniszuschläge

Das Formular zur Beantragung finden Sie HIER.

Weitere Informationen finden Sie HIER.

Desweiteren bietet Ihnen die Gemeinde Niederkrüchten ein vereinfachtes Formular zur Beantragung von zinslosen Stundungen der Gewerbesteuer sowie zur Herabsetzung der Gewerbesteuervorauszahlungen. MEHR

Gewinnverrechnungsmöglichkeit

Unternehmen, die Corona-bedingt im Jahr 2020 Verluste zu erwarten haben, erhalten eine weitere Liquiditätshilfe. Sie können neben bereits erfolgten Vorauszahlungen der Einkommen- und Körperschaftssteuer für 2020 auch eine Erstattung der für 2019 geleisteten Beträge beim Finanzamt beantragen. Als Grundlage dient hierbei ein pauschal ermittelter Verlust für das aktuelle Jahr.

 

Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen

Unternehmen, die von der Corona-Krise besonders betroffen sind, können nachrangig, also nach Inanspruchnahme anderer Hilfsangebote, eine Stundung der Sozialversicherungsbeiträge beantragen.

Wer kann die Stundung in Anspruch nehmen?

  • Unternehmen, die durch die Corona-Krise in Schwierigkeiten geraten sind

Was umfasst die Erleichterung?

  • Zinsfreie Stundung bis Ende Mai 2020

Ein Muster zur Beantragung finden Sie HIER.

Erläuternde Informationen finden Sie HIER.

 

Bürgschaften & Finanzierungsangebote

Die Bürgschaftsbank NRW übernimmt Ausfallbürgschaften für Kredite an mittelständische Unternehmer und freiberuflich Tätige, wenn diese ihrem Kreditinstitut keine ausreichenden Sicherheiten stellen können. Hierzu informiert eine Hotline unter der Rufnummer 02131-5107-200. Alle weiteren Informationen finden Sie HIER.

Für die Überbrückung von Liquiditätsengpässen stehen den Unternehmen in Nordrhein-Westfalen außerdem verschiedene öffentliche Finanzierungsangebote der NRW-Bank zur Verfügung. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an das Service-Telefon der NRW-Bank unter 0211-91741-4800. MEHR

 

Hilfe für Unternehmer mit Hauptsitz in den Niederlanden

Der Niederländische Staat bietet Unternehmensinhabern mit Wohnsitz im Kreis Viersen und gleichzeitigem Unternehmenshauptsitz in den Niederlanden ebenfalls Soforthilfen. Hier kann eine Unterstützung in Höhe von 4.000 Euro beantragt werden. "Invest in Holland" hat für diesbezügliche Fragen unter der Rufnummer +31 88 585 1585 eine Hotline geschaltet. Weitere Informationen zu den Förderkriterien sowie den Antrag auf Soforthilfe finden Sie HIER.

 

 

 

 

Allgemeine Informationen für Unternehmen zu den Themen Liquiditätssicherung, Kurzarbeitergeld und weiteres bieten auch die folgenden Websites:

Agentur für Arbeit (insb. Thema Kurzarbeitergeld)
Handwerkskammer Düsseldorf
Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie