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Informationen rund um Schulen und Kindertagesstätten

Die Eindämmung der Coronavirus-Epidemie sind alle Schulen und Kinderbetreuungen im Land NRW seit dem 16. März bis zum Ende der Osterferien (19.04.2020) geschlossen. Die dazugehörige Meldung finden Sie HIER.

Was bedeutet dies für die beiden Grundschulen, die Offene Ganztagsbetreuung sowie die Kindertagesstätten in unserem Gemeindegebiet?

 

Notbetreuung

Seit dem 18.03.2020 wird für betreuungsbedürftige Schüler*innen der Jahrgangsstufen 1 - 6, sowie für Kinder, die die Kindertagesstätten besuchen, sofern sie Kinder von sogenannten unentbehrlichen Schlüsselpersonen sind, zu den üblichen Unterrichts- bzw. Betreuungszeiten eine Notbetreuung sichergestellt.

Diese Betreuung soll erfolgen, sofern eine private Betreuung insbesondere durch Familienangehörige oder die Ermöglichung flexibler Arbeitszeiten und Arbeitsgestaltung (z.B. Homeoffice) nicht gewährleistet werden kann. Schlüsselpersonen sind Angehörige von Berufsgruppen, deren Tätigkeit der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung sowie der medizinischen und pflegerischen Versorgung der Bevölkerung und der Aufrechterhaltung zentraler Funktionen des öffentlichen Lebens dient. Dazu zählen insbesondere:

  • Alle Einrichtungen, die der Aufrechterhaltung der Gesundheitsversorgung und der Pflege
  • sowie der Behindertenhilfe, Kinder- und Jugendhilfe,
  • der öffentlichen Sicherheit und Ordnung einschließlich der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr (Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz),
  • der Sicherstellung der öffentlichen Infrastrukturen (Telekommunikationsdienste, Energie, Wasser, ÖPNV, Entsorgung),
  • der Lebensmittelversorgung
  • und der Handlungsfähigkeit zentraler Stellen von Staat, Justiz und Verwaltung dienen.

Diese Regelung gilt auch für die Einrichtung von Notgruppen in der Offenen Ganztagsbetreuung.

Bedingungen für eine Notbetreuung sind:

  • Ein Elternteil ist in einem der o.g. kritischen Funktionsbereiche tätig und hat keine anderweitige Betreuungsmöglichkeit. (Diese Voraussetzung muss ab dem 23.03. nicht mehr durch beide Elternteile erfüllt werden, sondern ist unabhängig von der familiären Situation zu betrachten.)
  • Sie bestätigen, das Kind / die Kinder weist/en keine Krankheitssymptome auf;
  • Das Kind / die Kinder steht/en nicht in Kontakt zu infizierten Personen bzw. seit dem Kontakt mit infizierten Personen sind 14 Tage vergangen und es/sie weist/en keine Krankheitssymptome auf;
  • Das Kind / die Kinder haben sich nicht in einem Gebiet aufgehalten, das durch das Robert Koch-Institut (RKI) aktuell als Risikogebiet ausgewiesen ist (tagesaktuell abrufbar HIER) bzw. es sind 14 Tage seit Rückkehr aus diesem Risikogebiet vergangen und es/ sie zeigt/en keine Krankheitssymptome.

Einen Betreuungsanspruch haben auch die Eltern, die keinen Betreuungsvertrag mit einem Kindertagesbetreuungsangebot haben! Eltern wenden sich in diesen Fällen an das Jugendamt.

 

Betreuung am Wochenende

Eine Wochenendbetreuung ist sei dem 23.03.2020 sichergestellt.

 

Weiterfinanzierung von Kindertagesbetreuung und Ganztagsangeboten

Kindertagesstätten und Betreuungsangebote sind seit dem 16. März geschlossen. Betreuungsverträge bleiben jedoch bestehen. Das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration, das Ministerium für Schule und Bildung sowie die kommunalen Spitzenverbände informieren in diesem Zusammenhang, dass Land und Kommunen die Weiterfinanzierung dieser Angebote sicherstellen. Somit sind auch die Geldleistungen für Kindertagespflegepersonen sowie im Ganztag beschäftigtes Personal gesichert.

 

Aussetzen der Elternbeiträge

Die Landesregierung schlägt vor, dass die Kommunen für den Monat April auf die Erhebung von Beiträgen für die Betreuung in

  • Kindertageseinrichtungen
  • Offenen Ganztagsgrundschulen
  • Kindertagespflegestellen

verzichten.

Vor einer Umsetzung der getroffenen Vereinbarungen sind auf Landesebene noch ein Erlass der Landesregierung und auf kommunaler Ebene Beschlüsse der zuständigen politischen Gremien erforderlich.

Die Gemeinde Niederkrüchten hat vorsorglich den Einzug der Beiträge für April gestoppt. Bereits überwiesene Beiträge für April werden in der nächsten Woche erstattet. Wer per Dauerauftrag zahlt, sollte diesen für den Monat April noch aussetzen!

Ansprechpartner:

Silvia Martin, 02163-980 135, silvia.martin@niederkruechten.de
Dominique Theissen, 02163-980 134; dominique.theissen@niederkruechten.de

 

Krisenhotline für Alleinerziehende

Der Verband allein erziehender Mütter und Väter Landesverband NRW (VAMV NRW) richtet ab Montag, 30. März 2020, eine Krisen-Hotline für Alleinerziehende ein, gefördert vom NRW-Familienministerium. Alleinerziehende können die Doppelbelastung aus Existenzsicherung und Kinderbetreuung mit niemandem teilen. Sie müssen viele familiäre Entscheidungen alleine treffen und meist auch das alleinige Familieneinkommen stellen. Sie brauchen jetzt eine zentrale Anlaufstelle für ihre Fragen und Sorgen.


Die Krisen-Hotline für Alleinerziehende erreichen Sie unter der Rufnummer 0201/82 774-799. Dort erhalten Alleinerziehende eine psycho-soziale Beratung durch qualifizierte Ansprechpartnerinnen. Sie hören den Alleinerziehenden zu, nehmen ihre Sorgen und Anliegen auf und loten Handlungsoptionen.

 

Notfall-KiZ sorgt für finanzielle Entlastung

Um Familien mit kleinen Einkommen zu unterstützen, hat das Bundesfamilienministerium den Notfall-KiZ gestartet. Die Regelungen zum Notfall-KiZ sind Teil eines Sozialschutz-Paketes. Mit dem Kinderzuschlag (KiZ) unterstützt das Bundesfamilienministerium Familien, in denen der Verdienst der Eltern nicht für die gesamte Familie reicht.

Berechnungszeitraum wird auf einen Monat reduziert

Die Berechnungsgrundlage für den KiZ war bisher das Durchschnittseinkommen der letzten sechs Monate. Für den Notfall-KiZ wird nun der Berechnungszeitraum deutlich verkürzt. Ab April müssen Familien, die einen Antrag auf den KiZ stellen, nur noch das Einkommen des letzten Monats vor der Antragstellung nachweisen. Diese Regelung soll befristet bis zum 30. September 2020 gelten.

Weitere Informationen zum KiZ

Der KiZ ist eine Leistung für Eltern, die zwar für sich selbst genug verdienen, deren Einkommen aber nicht oder nur knapp für ihre gesamte Familie reicht. Die Familien werden mit bis zu 185 Euro pro Kind monatlich unterstützt, damit die Kinder besser gefördert werden und Kinderarmut vermieden wird. Mit der zweiten Stufe des Starke-Familien-Gesetzes, das am 1. Januar in Kraft getreten ist, besteht für noch mehr Familien Anspruch auf diese wichtige Leistung.

Durch den "Kinderzuschlag Digital" ist der Zugang zu der Leistung schneller und unbürokratischer geworden. Das ist in Zeiten der Corona-Verbreitung besonders wichtig, weil die Eltern den Antrag nicht persönlich in der Familienkasse abgeben müssen. Ein Online-Antragsassistent spart mit zahlreichen Komfortfunktionen den Gang zur Behörde und unterstützt Eltern bei der Antragstellung.